Kompartimentierung ist eines der grundlegendsten Prinzipien des passiven Brandschutzes: Durch die Aufteilung eines Gebäudes in separate Brand- und Rauchabschnitte bleibt ein Brand länger auf seinen Entstehungsort begrenzt und bleiben Fluchtwege länger intakt.
Die Bausteine der Kompartimentierung
- Wände und Böden mit der erforderlichen Feuerwiderstandsdauer
- Türen und Rahmen die Brandabschnitte trennen, oft selbstschließend
- Abdichtungen rund um Kabel-, Leitungs- und Rohrdurchführungen
- Brandschutzklappen in Lüftungskanälen, die Brandabschnittsgrenzen kreuzen
- Flammschutzschirme die die horizontale Ausbreitung unter Decken verzögern
Häufige Fehler
In der Praxis sehen wir regelmäßig dieselben Schwachstellen wiederkehren:
- Durchführungen, die nach einem Umbau nicht erneut abgedichtet wurden
- Feuerbeständige Türen, die dauerhaft mit einem Keil oder Haken festgestellt werden
- Abgehängte Decken, die ohne Flammschutzschirm über eine Brandabschnittstrennung hinweg durchlaufen
- Fehlende Wartung, wodurch Abdichtungen nach Jahren veraltet oder beschädigt sind
Eine einzige nicht abgedichtete Durchführung kann den Feuerwiderstand einer ganzen Wand zunichtemachen. Regelmäßige Kontrolle ist daher genauso wichtig wie die ursprüngliche Ausführung.
Kompartimentierung entwerfen: wo Sie anfangen sollten
Ein gutes Kompartimentierungskonzept beginnt mit einer klaren Einteilung des Gebäudes in logische Brandabschnitte, abgestimmt auf Nutzungsfunktion, Fluchtwege und die vorhandenen Installationen. Unsere Beratungs- und Beurteilungsdienstleistung ist oft der erste Schritt in diesem Prozess.
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